Zum letzten Saisonspiel reiste der TSV Weilheim zur zweiten Mannschaft des TSV Heiningen 1892 2 – mit dem klaren Ziel, sich trotz personeller Engpässe ordentlich aus der Runde zu verabschieden. Dieses Vorhaben gelang allerdings nur phasenweise, denn am Ende stand eine deutliche 23:36-Niederlage auf der Anzeigetafel.
Dabei begann die Partie aus Weilheimer Sicht durchaus vielversprechend. Trotz mehrerer verletzungsbedingter Ausfälle präsentierte sich die Mannschaft in der Anfangsphase hellwach. Im Angriff wurde druckvoll kombiniert, die Abschlüsse waren konsequent, und nach gut zehn Minuten stand es verdient 6:6. Spieler wie Jakob Ulmer, Paul Rauner und Niklas Rapp sorgten für einfache Tore, während die Defensive zunächst stabil wirkte.
Doch wie so oft in dieser Saison folgte der Bruch im Spiel der Weilheimer. Mitte der ersten Halbzeit verlor das Team zunehmend den Zugriff. Vor allem der Heininger Torhüter entwickelte sich zum spielentscheidenden Faktor: Mit zahlreichen Paraden leitete er immer wieder schnelle Gegenstöße ein, die Heiningen konsequent nutzte. Innerhalb weniger Minuten kippte die Partie – aus einem ausgeglichenen Spiel wurde ein deutlicher Rückstand. Beim Stand von 10:17 aus Weilheimer Sicht ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es den Gästen nicht mehr, entscheidend zurückzukommen. Zwar stemmte sich das Team kämpferisch gegen die Niederlage, doch Heiningen spielte seine Angriffe routiniert aus und bestrafte weiterhin technische Fehler eiskalt über das Tempospiel. Spätestens nach der Disqualifikation von Gabriel Goll in der 50. Minute war die Partie endgültig entschieden.
In der Schlussphase zeigte Weilheim immerhin Moral. Treffer von Niklas Rapp, Jan Renneberg und Jan Stark sorgten für Ergebniskosmetik, konnten die klare Niederlage jedoch nicht mehr verhindern.
Unterm Strich bleibt ein durchwachsenes Fazit: Ein engagierter Start machte Hoffnung auf einen versöhnlichen Saisonabschluss, doch der erneute Einbruch vor der Pause und die starke Torhüterleistung der Gastgeber verhinderten ein besseres Ergebnis. Der TSV Weilheim verabschiedet sich damit mit einer Niederlage in die Sommerpause – wird jedoch genau an diesen Schwächephasen ansetzen müssen, um in der kommenden Saison konstanter aufzutreten.
Weilheim: Hick, Latzel; Renneberg (3), Ulmer (2), Negwer (3), Hartmann (3), Schumacher (1), Rapp (5/1), Stark (1), Goll (1), Stelzer, Rauner (4)