Weilheim unterliegt nach hartem Kampf gegen die HSG Ermstal mit 30:32

Nach einem harten und spannenden Kampf haben die Weilheimer Landesliga-Handballer ihren positiven Trend bestätigt, auch wenn es am Ende gegen den Tabellendritten aus dem Ermstal nicht zu Zählbarem gereicht hat.

Bereits vor dem Spiel mussten die Limburgstädter einen Rückschlag hinnehmen, da Sebastian Martin und Max Schumacher krankheitsbedingt nicht zur Verfügung standen. Dennoch war die Mannschaft gewillt, alles in die Waagschale zu werfen und geschlossen zu versuchen, dem Favoriten ein Bein zu stellen.

Nach einem schnellen 0:2-Rückstand berappelten sich die Weilheimer zügig und kämpften sich in die Partie. In der Anfangsphase konnte sich kein Team entscheidend absetzen – es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Auf Weilheimer Seite hielt Steffen Kruschina seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden im Spiel. In der Offensive führte Sammy Gotthardy klug Regie und stellte die Ermstäler Abwehr immer wieder vor neue Probleme.

Mitte der ersten Halbzeit konnten sich die Weilheimer erstmals mit zwei Toren absetzen. In dieser Phase übernahmen die Routiniers Real und Rudolph Verantwortung und führten ihre Mannschaft mit einer Drei-Tore-Führung in die Halbzeitpause.

Ab diesem Moment war allen klar, dass an diesem Abend einiges möglich ist – sofern die Weilheimer ihrem Spiel treu bleiben. Eine konsequent agierende Abwehr, die ihrem starken Torhüter weiterhin die nötige Unterstützung bot, sowie ein geduldiges Angriffsspiel bildeten die Grundlage. Jeder ging den entscheidenden Schritt mehr für seine Nebenleute, was es dem Tabellendritten aus dem Ermstal schwer machte, sich auf die Weilheimer einzustellen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild. Die Weilheimer blieben im Angriff konstant, sodass sich am Abstand nichts änderte. Doch ab der 40. Minute unterliefen den Limburgstädtern Fehler, die zuvor nicht zu sehen gewesen waren. Einfache technische Fehler und Fehlpässe in die Hände des Gegners wurden sofort bestraft – das Spiel war wieder offen. Hinzu kamen einige kleinliche Zeitstrafen auf Weilheimer Seite, die die Situation zusätzlich erschwerten.

Die Ermstäler zogen zunächst auf vier Tore davon, ehe sich die Weilheimer wieder in Schlagdistanz zurückkämpfen konnten. Der Zwei-Tore-Rückstand ließ sich jedoch nicht mehr egalisieren. Auf Seiten der HSG Ermstal waren es immer wieder die beiden Rückraumakteure Fritz und Brodbeck, die vorlegten und ihre Mannschaft auf Kurs hielten.

Am Ende steht eine unglückliche 30:32-Niederlage zu Buche. Dennoch müssen sich die Weilheimer mit diesem Ergebnis nicht verstecken, da sie den Favoriten über weite Strecken der Partie ordentlich ärgerten. Eine starke mannschaftliche Geschlossenheit, eine spürbare Weiterentwicklung und das gewachsene Vertrauen in die eigene Stärke lassen die Weilheimer optimistisch auf die kommenden Wochen blicken.

Bereits am kommenden Wochenende gastieren die Weilheimer beim EK Bernhausen, dem direkten Konkurrenten um den drittletzten Tabellenplatz. Dort wird sich zeigen, ob die Leistung vom Wochenende nur eine Eintagsfliege war oder ob die Weilheimer nun endgültig in der Landesliga angekommen sind.

 

 

Weilheim: Kruschina, Latzel; Renneberg (5), Ulmer (4), Hartmann, Sigel (1), Gotthardy (5), Stark (2), Goll, Stelzer (1), Real (7), Rudolph (5)