Mit dem 31:26 (12:11) beendete der TSV Weilheim einen vier Spiele andauernden Siegeslauf des TSV Wolfschlugen II und meisterte nach der Partie gegen Denkendorf auch die zweite schwere Aufgabe.

Trotz eines 35:31 Sieges im Hinspiel warten Thomas Burger seine Mannschaft vor der Württembergliga-Reserve. Denn nach schwierigem Saisonstart fingen sich die Hexenbanner Ende letzten Jahres und feierten unter anderem Siege gegen Dettingen/Erms und Leinfelden/Echterdingen. Bevor sie den TSV Weilheim empfingen blickten die Wolfschlugener gar auf vier siegreiche Spiele in Folge zurück und das ausgegebene Ziel von Trainer Maier waren 10:0 Punkte. Doch dabei hatten die Weilheimer durchaus ein Wörtchen mitzureden, denn auch für die Gäste war klar das eine Niederlage beide Teams in der Tabelle punktgleich stellen würde. Dies wäre gleichbedeutend gewesen mit dem Abschied der Limburgstädter aus der Verfolgergruppe. 

Entsprechend entschlossen startete man in die Partie. Burger schickte die selbe Startformation wie letzte Woche ins Rennen. Bis zum 5:5 hielten die Hausherren mit, ehe sich die Weilheimer erstmals um drei Tore absetzten konnten. Anstatt den Vorsprung jedoch wenigstens bis zur Pause zu verwalten, oder gar auszubauen, agierte man unclever. Zahlreiche freie Wurfchancen wurden vergeben, klare Gegenstöße schlicht versemmelt. Marco Brunner, bester Hexenbanner an diesem Abend, nutzte diese Chance schließlich zum 11:12 Anschluss zur Pause aus Wolfschlugener Sicht.
Defensiv konnte man in der Weilheimer Kabine wieder einmal zufrieden sein, jedoch mit der Chancenverwertung wiedereinmal nicht. Der Ball lief jedoch recht ordentlich durch die Reihen und auch das Tempo im Spiel der Klett-Truppe war höher als zuletzt. Ebenfalls positiv hervorzuheben waren die Erfolge durch Konter. Auweter über links und Zettl über rechts nutzten die erfolgreiche 6:0-Deckung zu einfachen Toren.
Durch den Anschlusstreffer kurz vor der Pause waren die Weilheimer gewarnt. Oberstes Ziel in der zweiten Hälfte war den Ausgleich zu verhindern und damit ein Kippen der Partie. Mit Wiederanpfiff erhöhte man dann auch wieder auf 16:13 und wähnte sich erneut auf der Siegerstraße. Doch weit gefehlt. Eine Zeitstrafe für Hiller in der 38. Minute ermöglichte den 16:16 Ausgleich für Wolfschlugen. Der Führungstreffer blieb jedoch verwährt, Fabian Zettl und Timmy Hiller warfen die Gäste wieder mit 20:16 in Front. Mit dem ersten vier Tore Polster für die Weilheimer schien der Bann gebrochen. Zwar schafften es die Hexenbanner auch immer wieder zu verkürzen, doch näher als drei Tore kamen sie nicht mehr. Auch aufgrund dessen, dass die zweite Unterzahlsituation in der 46. Minute von den Limburgstädtern exzellent gemeistert wurde und ein gut aufgelegter Patrick Auweter aus dem Rückraum gar zum Erfolg kam. Nach dieser Kraftprobe hatten sich die Weilheimer wieder stabilisiert und liesen sich in der verbleibenden Viertelstunde nicht mehr aus dem Konzept bringen. Auch eine 4:2-Abwehrformation mit dem Ziel des schnellen Ballgewinnes für die Hausherren blieb wirkungslos.
Mit dem 31:26 Auswärtserfolg verschaffen sich die Limburgstädter ein vier Punkte Polster auf die Hexenbanner und die SG Lenningen, außerdem hat man gegen beide Teams den direkten Vergleich mit zwei Siegen bereits gewonnen. Sollte man in den verbleibenden fünf Partien nicht noch einen Einbruch verzeichnen müssen wäre damit der vierte Tabellenplatz gesichert. Zumal nur noch eine Partie in der Ferne, nämlich Anfang April beim Tabellenvorletzten in Altbach ansteht. Zunächst zählt für die Weilheimer jedoch die Wiedergutmachung für den Punktverlust in Hegensberg, wenn man die SG am Wochenende in der Lindachsporthalle empfängt.

TSV Wolfschlugen II: Schröter, Lunz - Buck (2), Zimmermann (1), Kazmaier (3), Stoll (4), Steiger (2), Schall (4), Plotzki, Spreuer, Brunner (10/4), Panos, Schwaiger.

TSV Weilheim: Illi, Müske - Auweter (5), F. Zettl (6), Klein (3), Hiller (8/1), Braun, Banzhaf, Seyferle (3), S. Sigel (3), Klett (2), Reimann, D. Zettl (1).