Glanzloser Pflichtsieg der Weilheimer Sieben

Eine Woche nach der ersten Pleite besiegen die Weilheimer Handballer den TSV Wolfschlugen 2 mit 35:31 (15:10) und bleiben damit auch im dritten Heimspiel ungeschlagen. Trotz der hohen Torausbeute verpasste man es jedoch den Gegner eindeutiger zu dominieren und offenbarte in Hälfte zwei ungeahnte Abwehrschwächen.

 

Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Spielmacher Patrick Auweter kam Marius Dotschkal zu seinem ersten Einsatz von Beginn an in dieser Saison und stellte als bester Torschütze einmal mehr seine Torgefährlichkeit unter Beweis. Dennoch tat sich der TSV Anfangs in der Offensive schwer, während die Abwehr zunächst stand. Die Gäste aus Wolfschlugen hielten die Partie bis zum 7:7 offen und legten gar zeitweise vor. Zu statisch agierten die Weilheimer im Positionsspiel gegen die 3:2:1 Abwehr des Gegners und es brauchte einige Zeit bis der nötige Spielfluss aufkam. Hinten stand man dagegen sicher, erkämpfte sich den ein oder anderen Ballgewinn und warf diesen dann aber meist überhastet wieder weg. Beim Stande von 9:7 lag Weilheim erstmals mit zwei Treffern in Führung und schaffte es endlich das Spiel zu kontrollieren. Fabian Zettl auf Rechtsaußen und Sigel vom Kreis legten noch zwei Tore nach, ehe in der 25. Minute die Auszeit der Gäste versuchte den Trend zu stoppen. Doch auch Thomas Burger auf der Weilheimer Bank nutze die Zeit zur Feinjustierung, forderte mehr Bewegung ohne Ball und mehr Geduld vor dem gegnerischen Tor. Mit Erfolg! Bis zur Pause erarbeiteten sich seine Schützlinge eine 15:10 Führung.
Zur Halbzeit konnte man zufrieden sein, zumindest in der Kabine der Hausherren. Mit einer deutlichen Steigerung in der Schlussphase der ersten 30 Minuten stellte man eine angemessene 5-Tore-Distanz her und konnte so gestärkt in die zweite Hälfte starten.
Zunächst verkürzten die Hexenbanner zwar, doch dann häuften sich auch dort die technischen Fehler und Weilheim führte mit 18:11. Es schien eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch wie schon in den bisherigen Partien mit beruhigendem Vorsprung auf Weilheimer Seite hielt der Schlendrian Einzug und brachte den Gegner zurück in die Partie. Generalfehler in der zweiten Hälfte war das Einstellen der sonst so konsequenten Deckungsarbeit, denn anders sind 21 Gegentore in einer Hälfte nicht zu erklären. Über 19:14 und 22:19 schmolz der Vorsprung dahin und Wolfschlugen brachte sich wieder in Schlagdistanz. Zahlreiche Zeitstrafen auf beiden Seiten brachten zusätzliche Hektik in das Spiel der beiden Mannschaften. Improvisation in Über- beziehungsweise Unterzahl liesen auch die Fehlerquote steigen. Beide Mannschaften kämpften in der Folge quasi mit offenem Visier. Beim 23:21 waren die Gäste erstmals wieder auf Tuchfühlung und Weilheim in Bedrängnis. Mühsam kämpften die Limburgstädter gegen den Anschlusstreffer, den die Hexenbanner auf ein Tor heran gebracht hätte und das Spiel möglicherweise endgültig zum Kippen. Bis zum 29:27 spielte die Truppe von Kapitän Klett mit dem Feuer, ehe Dotschkal mit dem 31:27 die Nerven wieder etwas beruhigte. Beide Trainer versuchten mit je einer Auszeit in den letzten fünf Spielminuten die Partie von außen zu beeinflussen. Trainer Maier von Wolfschlugen als erstes, was mit dem anschließenden 31:29 belohnt wurde. Das höhere Tempo in Halbzeit zwei und die aufkommende Hektik durch die Zeitstrafen lagen den Hausherren wenig. Mit beruhigenden, aber auch forderten Worten mahnte Burger sein Team zwei Minuten vor dem Ende. Es folgten drei Tore in das Mark der Gäste zum 35:30 und damit die Entscheidung.
Das Fazit steht unter dem Titel "Hauptsache gewonnen" und die Baustellen für die nächsten Spiele sind klar. Zunächst gilt es die Pleite in Denkendorf nicht zu einer generellen Auswärtsschwäche werden zu lassen, denn das nächste Heimspiel lässt nun vier Wochen auf sich warten. Es folgen mit drei Auswärtsspielen in Folge harte und richtungsweisende Wochen für die Burger Schützlinge.

TSV Weilheim: Illi, Müske - F. Zettl (3), T. Sigel, Klein (2), Hiller, Braun (1), Banzhaf (1), Seyferle (3), S. Sigel (3), Klett (2), Fehringer (7), Dotschkal (11/4), D. Zettl (1).

TSV Wolfschlugen 2: Schröter, Luther - Buck (3), Graf (4/4), Jenz (1), Steiger (5), Schall (5), Brändle (8), Spreuer (4), Brunner, Panos, Peter, Schröter.